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TuS Feuchtwangen: Florian Brehm, Sascha Zein, Thomas Beck, Manuel Beck (82. Christian Esslinger), Hannes Zwanzger (73. Christopher Rosum), Ralf Hübsch (80. Martin Häberlein), Martin Kälberer, Musa Agnar, Stefan Lassnig, Helmut Staffendt, Hüseyin Chasan Kara BSC Woffenbach: Alexander Wiesenberg, Stefan Bergler, Bastian Kalb, Oliver Kern, Christoph Blank, Timo Stark, Matthias Mederer, Stephan König - Andreas Nigl, Stefan Grashiller - Christian Nigl Eingewechselt: Michael Herteis, Manfred Hierl Tore: 1:0 Stefan Lassnig (7.); 1:1 Christian Nigl (27.); 2:1 Musa Agnar (51.); 3:1 Stefan Lassnig (62.); 3:2 Christoph Blank (65.); 3:3 Michael Herteis (85.) Schiedsrichter: hat nicht verdient hier genannt zu werden Gelbe Karte: Thomas Beck (2.), Hannes Zwanzger (3.), Ralf Hübsch, Stefan Lassnig / Stephan König (2.), Stefan Grashiller (2.), Christian Nigl (4.), Bastian Kalb (9.) Gelb/Rote Karte: - / Christian Nigl (69.), Stephan König (69.) Rote Karte: - / Timo Stark (88., absichtliches Handspiel), Bastian Kalb (90., wiederholtes Foulspiel) Vergebener Elfmeter: Helmut Staffendt (Handelfmeter, 89., gehalten von Alexander Wiesenberg) / - (gb) - Man kennt ja das Sprichwort von den sieben Plagen. Vielleicht sollte Axel Stöger mal nachzählen, ob der BSC in der diesjährigen Bezirksligasaison schon sieben Plagen hatte. Vielleicht gäbe es die Hoffnung, dass die Leistung des Schiedsrichters in Feuchtwangen schon die siebte Plage dieser Spielzeit gewesen ist, und so wäre ja für den restlichen Abstiegskampf noch Hoffnung. Freilich, wenn man die eine oder andere Ansetzung sieht, möchte man nicht so recht dran glauben. Nicht glauben konnten die Zuschauer, was sie da in der Schlussphase eines denkwürdigen Bezirksligaspiels sahen, das in der ersten Halbzeit einen äußerst interessanten, nach dem Seitenwechsel turbulenten Verlauf nahm. Im Grunde waren sich beide Seiten einig, dass die Begegnung bei aller Brisanz im Abstiegskampf nicht sonderlich unfair oder brutal abgelaufen war. Offensichtlich glaubte aber der Referee, seinen Beobachter auf der Tribüne mit einer Kartenflut beeindrucken zu müssen. Je mehr der sich oben notierte, desto eifriger wurde sein Schützling unten mit den Karten. Heraus kam eine ziemlich daneben liegende Beurteilung der Spielsituationen, die nur den Schluss zulassen, dass der Bub selbst nicht sonderlich lange oder wenig erfolgreich Fußball gespielt haben muss. Das Spiel begann mit forschen Angriffen der Gastgeber, die gute Distanzschützen in ihren Reihen hatten. Ein verdeckter Schuss von Lassnig brachte nach sieben Minuten dann auch die Führung für den TuS (7.). Wenig später nahm auch Staffend Maß, zielte aber knapp vorbei. Nach zwanzig Spielminuten hatte sich der BSC frei gespielt, und übernahm nun die Initiative. Nach einem schönen Diagonalpass erzielte Christian Nigl deshalb den verdienten Ausgleich (27.). Der BSC blieb am Drücker, doch es wollte kein Tor daraus mehr fallen. Blanks Kopfball wurde von Kälberer auf der Linie geklärt, nach einem Mederer- Freistoß war erneut Blank per Direktabnahme vor dem Tor, doch der Ball ging aus spitzem Winkel vorbei. Die Schlussphase der ersten 45 Minuten gehörte dann wieder der Heimelf, jedoch auch ohne zählbaren Erfolg. Die zweite Halbzeit sieht zunächst einen schönen Steilpass von König in die Spitze, wo Blank aber nicht an Brehm vorbei kommt. Eine Minute später erhalten die Feuchtwangener einen Freistoß an der rechten Mittelfeldseite. Musa Agnar läuft an, der Ball immer länger, und fällt hinter Wiesenberg ins Tor. Ein vermeidbarer Treffer, der den BSC wieder in die Defensive brachte. Als Lassnig in der 62. Minute erneut mit einem sehenswerten Treffer aus 25 Metern Erfolg hat, scheinen dem BSC die Felle davon zu schwimmen. Doch nur drei Minuten danach ist Blank mit einem raffinierten Heber erfolgreich. Doch jetzt scheint im Schiri der Gedanke zu reifen, dass eine gute Benotung mit zu wenigen Karten nicht möglich scheint. Stephan König ist das erste Opfer dieser Erkenntnis, und so muss er nach 69 Minuten mit der Ampelkarte vom Platz. Eigentlich war er gefoult worden. Die Hausherren mit einem Mann mehr. Manuel Beck verstolpert jedoch frei vor dem BSC- Kasten, und haut kurz drauf auch kläglich über das Tor. Die Woffenbacher versuchen alles, und werden nun anfällig für Konter. Die nächste Chance bietet sich Kara, doch Wiesenberg vereitelt diesmal klasse. In der 78. Minute lässt sich Christian Nigl hinreißen, und winkt nach einer für ihn nachteiligen Entscheidung ab. Er weis was kommt, und geht gleich vom Platz, vergisst aber zuvor, "Männchen" vor dem Schiri zu machen, und muss wieder zurück, und den formalen Akt über sich ergehen lassen. Drei Minuten später erhält der BSC 17 Meter vor dem TuS- Gehäuse einen Freistoß. Mederer zirkelt den Ball über die Mauer, Brehm lässt abprallen, und der eingewechselte Herteis drückt den Ball doch noch zum Ausgleich über die Linie. Eine Minute später donnert Staffend den Ball aus fast dreißig Metern an den Pfosten des BSC- Tores. Nur noch eine Minute zu spielen, Die Gastgeber verzweifeln vor dem Woffenbacher Tor, vergeben sie doch ein ums andere Mal beste Chancen. In der 89. Minute kann Esslinger den Ball aus spitzem Winkel ins Tor befördern, doch Timo Stark reisst eher reflexartig die Arme hoch, und klärt damit auf der Torlinie. Klarer Fall, Platzverweis (kleiner Tipp für die Meldung- er hat sogar gelächelt dabei), und Handelfmeter. Staffend läuft an, Wiesenberg bleibt Sieger. Es ist noch immer nicht Schluss, und die BSCler versuchen trotz drei Mann Unterzahl das Unmögliche. Als Kalb im Mittelfeld den Ball verliert, und im Nachsetzen seinen Gegenspieler foult, zieht der Mann im neongelben Quietschentenlook auch noch die Rote Karte. Kopfschütteln bei den einen, stürmische Proteste bei den anderen Zuschauern, sowie Axel Stöger. Hier hätte eine Ampelkarte sicher auch gereicht. Den Namen des BSC- Trainers lässt sich der Schiri dann auch noch geben, nimmt den Ball, und verschwindet flugs in den Katakomben des Sportheims. |